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Verband Deutscher Fitness- und Gesundheitsunternehmen e.V.
VDF referiert vor Industrie- und Handelskammer

Am 13. September 2007 führte die Industrie- und Handelskammer zu Schwerin einen Branchentreff für die Fitnessbranche durch.

Alleiniger Referent war der 2. Vorsitzende des Verbandes Deutscher Fitness- und Gesundheitsunternehmen e.V. (VDF), Ronald Ostermann. Der VDF-Vorstand, der selbst mehrere Studios in Mecklenburg-Vorpommern betreibt, legte den Teilnehmern die aktuellen Zahlen und Fakten aus der Branche dar.


Schwerin Der Schwerpunkt seines Vortrages: Die Gewinnung neuer Zielgruppen. Der VDF-Vorstand wies dabei vor allem auf die zunehmende wirtschaftliche Bedeutung der Generation 50plus für die rund 5.500 Fitness- und Gesundheitsstudios in Deutschland hin.


"Zwar wächst der Fitness- und Gesundheitsmarkt weiter. Allerdings zwingen gesellschaftspolitische Entwicklungen, wie beispielsweise der demografische Wandel, die Betreiber zum Umdenken. Stand bisher die so genannte werberelevante Gruppe der 14 bis 45-jährigen im Fokus der Fitness- und Gesundheitsstudios, gewinnt die Altersgruppe 50-plus stark an Bedeutung. Der Grund ist die stark alternde Gesellschaft. Spätestens 2030 wird ein Drittel aller Deutschen älter als 60 Jahre sein", sagte Ronald Ostermann.

Um als Studio bei der neuen Zielgruppe auf sich aufmerksam zu machen, sollten sich die Betreiber intensiv mit den Interessen der "Nachkriegsgeneration" auseinandersetzen und hiernach das Marketing ausrichten. Der Einsatz lohnt sich. Der Grund: Die jungen Senioren erweisen sich als zahlungskräftig. Einer aktuellen Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsförderung zufolge, konnte die Altersgruppe ab 65 Jahren ihre Einkommensposition seit 1984 um etwa zehn Prozent verbessern, während sie bei Jüngeren seit Jahren stagniert. So liegt das Nettoeinkommen der 45- bis 55-Jährigen durchschnittlich bei monatlich 3383 Euro, bei den 55- bis 65-Jährigen bei 3015 Euro. Beide Werte liegen deutlich über dem Bevölkerungsdurchschnitt von 2771 Euro monatlich.

"Die oft geschmähten "Alten" sind zu einem zentralen Wirtschaftsfaktor in Deutschland geworden. Darüber hinaus belohnen sie die Studios durch jahrelange Treue. Insbesondere die Altersgruppe der 50- bis 64jährigen achtet mehr auf die Marke als auf den Preis und wechselt diese weniger häufig", unterstrich Ostermann.

Neben den jungen Senioren lenkte der VDF-Vorstand die Aufmerksamkeit der Teilnehmer auf die Kinder und Jugendlichen. Der Grund dafür ist, dass Kinder und Jugendliche die (Stamm-) Kunden von morgen sind.

"Die 6-jährige Tochter, die heute gemeinsam mit ihren Eltern zum Fitnesstraining ins Studio geht, beglückt die Fitnessoase auch im Alter von 18 Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit als Mitglied. Was liegt da näher, als Fitnesskurse für Kinder und Jugendliche in das Kursprogramm einzuplanen", betonte Ronald Ostermann.

Im Anschluss an die Veranstaltung diskutierten die Anwesenden über die aktuelle Situation im Fitnessmarkt und nutzten die Möglichkeit für persönliche Kontakte mit dem Branchenspezialisten. Auch das "Medienecho" auf den Branchentreff war ein voller Erfolg. So wies die IHK zu Schwerin kurz nach Ende der Fachtagung die Fitness- und Gesundheitsunternehmen in Mecklenburg-Vorpommern über die lokalen Radiostationen auf die neuen Zielgruppen hin.

Text: Timo Stehn, PR-Referent des VDF

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